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Zukunft gestalten

Auf dem Gewachsenen weiterbauen – Zukunft gestalten

Pfarrklausur 16. – 18. 10. 2026
Mehr als 40 engagierte Frauen und Männer unserer Pfarre – Mitglieder aus Pfarrgemeinderat (PGR), den vier Gemeindeausschüssen (GAs), dem Vermögensverwaltungsrat (VVR) und dem Pastoralteam – waren von Fr, 16. bis So, 18. 10. 2026 bei der diesjährigen Pfarrklausur im burgenländischen Neutal mit dabei.

Begleitet wurde das Wochenende von Maria-Theres und Andreas Welich. Im Mittelpunkt standen die vergangenen Jahre unserer Pfarre, ihre Entwicklung, ihre Lernerfahrungen und die Frage, wie wir auf dem Fundament des Erreichten zuversichtlich in die Zukunft gehen können.

Innehalten und zurückschauen

Die Klausur war bewusst als Zeit des Innehaltens gestaltet. Was haben wir in den vergangenen Jahren gelernt? Was hat sich bewährt? Was wollen wir unbedingt bewahren? Und was braucht Veränderung?

Schon am Freitagabend wurden Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Pfarrlebens zusammengetragen. Dabei entstand ein beeindruckendes Bild dessen, was in den vergangenen Jahren gewachsen ist: Vielfalt, Zusammenarbeit, neue Projekte, starke Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung, gelebtes Ehrenamt und die Bereitschaft, immer wieder neue Wege zu gehen.

Besonders wertvoll war dabei nicht nur der Blick auf Erfolge. Auch Schwierigkeiten, Sackgassen und unerfüllte Erwartungen wurden offen angesprochen. Gerade daraus konnten wichtige Lernerfahrungen gewonnen werden.

Was unsere Pfarre trägt

In mehreren Gesprächs- und Gruppenphasen wurde sichtbar, welche Faktoren gelingendes Pfarrleben ermöglichen. Begriffe wie Gemeinschaft, Wertschätzung, Begeisterung, Verantwortung, Offenheit, Vielfalt und Vertrauen tauchten immer wieder auf. Deutlich wurde auch, wie sehr die Pfarre von Menschen lebt, die ihre Fähigkeiten einbringen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam an einem größeren Ganzen arbeiten.

Eine zentrale Erkenntnis lautete: Vieles, was heute selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis jahrelangen Engagements vieler Menschen. Es lohnt sich, darauf mit Dankbarkeit zu schauen.

Den Blick nach vorne richten

Der Samstag stand zugleich ganz im Zeichen der Zukunft. In Gruppenarbeiten wurde gefragt, welche Schwerpunkte die Pfarre in den kommenden Jahren setzen soll und was ihr besonderes Profil ausmacht – auch im Hinblick auf die PGR-Wahl am 7. 3. 2027.

Dabei zeigte sich ein großer Grundkonsens: Die Pfarre zur Frohen Botschaft soll weiterhin eine offene, vielfältige und missionarische Kirche sein, die Menschen miteinander verbindet, sie im Glauben stärkt und gesellschaftliche Verantwortung übernimmt – unsere Pfarrvision „Jesu FROHE BOTSCHAFT heute LEBEN“ in die Wirklichkeit übersetzt. Zahlreiche Ideen wurden gesammelt, wie bestehende Stärken weiterentwickelt und neue Chancen genutzt werden können.

Gemütlich klang der Samstag aus: Karaoke-Singen und Nachtwanderung, Einschulung in Gebärdensprache, Kirchen-Activity und fröhliches Plaudern.

PGR-Wahl 2027 und langfristige Perspektiven

Traditionell begann der Sonntag mit der PGR-Vollversammlung. Ein Schwerpunkt war die Vorbereitung der Pfarrgemeinderatswahl am So, 7. 3. 2027. Dabei wurden ein Wahlvorstand bestellt, die Zahl der Mandate festgelegt und die grundlegenden Weichen für die kommende Wahlperiode gestellt.

Ein weiterer wichtiger Themenblock war das Pastorale Gebäudekonzept. Dabei wurde erneut bekräftigt, dass die Pfarre ihre Zukunft aktiv und langfristig gestalten will. Ein breiter Konsens besteht, nicht nur in kleinen Schritten zu denken, sondern mutig und vorausschauend zu planen. Ziel bleibt ein tragfähiges Zukunftsbild für die Nutzung unserer Gebäude im Jahr 2040, orientiert an den pastoralen Aufgaben der Pfarre.

Darüber hinaus wurde über aktuelle Entwicklungen in der Pfarre berichtet, über personelle Veränderungen, notwendige Bau- und Sanierungsprojekte sowie das Zukunftsprojekt „JesuFroheBotschaft.weiter.leben“, das die Erfahrungen aus zehn Jahren Pfarre zur Frohen Botschaft in die kommenden Jahre weitertragen möchte.

Live-Schaltung nach Indien: Hoffnung wird konkret

Ein besonderer Höhepunkt war wie immer die Live-Schaltung zu Father Leonard Fernando und den Mitarbeiter/inne/n des Vanakkam-Projekts.

In seinem Bericht erzählte Father Leonard Fernando, wie sich die Arbeit in Indien weiterentwickelt. Täglich werden rund 1.300 Kinder in den Schulen betreut, viele davon unter schwierigsten Bedingungen. Für verlassene Kinder werden Wohnmöglichkeiten angeboten, Frauen in den Dörfern unterstützt, HIV-Patient/inn/en begleitet und zahlreiche Sozialprojekte umgesetzt. Zudem wird derzeit ein neues Schulgebäude errichtet, weil die vorhandenen Räume nicht mehr ausreichen.

Besonders berührend war seine Schilderung eines ihrer Groß-Projekte: Alte, kranke, einsame und behinderte Menschen werden regelmäßig mit Mahlzeiten versorgt. Jugendliche helfen bei der Auslieferung und erleben dabei unmittelbar, was Solidarität bedeutet. Diese Begegnungen hinterlassen bei ihnen, so Father Leonard Fernando, tiefe und bleibende Eindrücke.

Bemerkenswert war auch sein geistlicher Gedanke: Die Gemeinschaft handle nicht nach vorgefertigten Konzepten, sondern lasse sich von den konkreten Bedürfnissen der Menschen leiten. Nicht abstrakte Ideen stünden im Mittelpunkt, sondern die Frage, wo Hilfe gebraucht wird und wie darauf geantwortet werden kann.

Gemeinschaft, Gebet und Zuversicht

Wie jedes Jahr prägten gemeinsame Gebetszeiten (speziell auch mit dem intensiven Hereinholen derer, für die wir da sind), Gottesdienste und viele persönliche Gespräche das Wochenende. Zwischen den Arbeitsphasen entstanden Begegnungen, die für viele ebenso wichtig waren wie die inhaltlichen Einheiten.

Zum Abschluss wurde spürbar, wie viel Vertrauen und Zuversicht in unserer Pfarre vorhanden sind. Einige Teilnehmer/innen äußerten, dass diese Klausur zu den gelungensten gehörte, die unsere Pfarre bisher erlebt hat.

„Mit Dankbarkeit zurückschauen und mutig weitergehen“

Vielleicht lässt sich die Stimmung dieser Tage am besten so zusammenfassen:

Wer zurückschaut, entdeckt viel Gewachsenes. Wer hinschaut, erkennt die vielen Menschen, die dazu beigetragen haben. Und wer vorausblickt, sieht gute Gründe, den Weg unserer Pfarre mit Freude, Kreativität und Zuversicht weiterzugehen.
Danke & Vergelt’s Gott an alle, die hier kräftig dazu mit-/beitragen!

Fotos: Christoph Bauer & Richard Schmalek & Maria Glowka

Spannende Pfarrklausur

Pfarrklausur 17. – 19. 10. 2025

„Pilger/in der Hoffnung“ – und allen Grund dazu…

Mehr als 40 engagierte Frauen und Männer unserer Pfarre – Mitglieder aus Pfarrgemeinderat (PGR), den vier Gemeindeausschüssen (GAs), dem Vermögens-Verwaltungs-Rat (VVR) und dem Pastoralteam – nahmen Fr, 17. – So, 19. 10. 2025 an der diesjährigen Pfarrklausur teil.
Zentrales Thema war das Jahresmotto: „Pilger/in der Hoffnung“ – ein gemeinsames Nachspüren, was uns im Glauben, im Leben und besonders in unserem pfarrlichen Engagement in der Hoffnung stärkt.

Hoffnung spüren – nicht nur darüber reden

„Hoffnung und Freude waren regelrecht zu spüren“, fasst Pfarrer Gerald das Wochenende zusammen. „Wir haben nicht primär darüber geredet – wir haben sie erlebt!“

Gleich zum Auftakt am Freitagabend brachten die sieben Gremien jeweils fünf Erfahrungsberichte aus den vergangenen dreieinhalb Jahren ein – Erfolgs-, wie auch Misserfolgsgeschichten.
Auch vermeintliche „Misserfolge“ zeigten sich rückblickend als Schritte auf einem hoffnungsvollen Weg.

Pastoralassistent Christian ergänzte dazu zentrale Einsichten aus den tausenden Rückmeldungen an der „Mauer der Hoffnung“.
Darauf aufbauend entstand eine (auf den Fotos gelb sichtbare) „Erfolgspyramide“ – ein gemeinsames Bild dessen, was gelingende Projekte trägt: Freude, Miteinander, Gebet, Begeisterung, klare Ziele und gemeinsames Handanlegen waren die „Spitzenreiter“ – untermauert von einer breiten Basis anderer Erfolgs-Ingredienzien…

Im „Kühlschrank meiner Möglichkeiten“

Der Samstagvormittag stand zuerst im Zeichen des persönlichen Nachdenkens über den breiten Inhalt des „Kühlschranks meiner eigenen Möglichkeiten“: „Was ist mir geschenkt, was bringe ich ein – und was nährt mich?“ Es wurde in unserem Miteinander eine bunte Vielfalt an Talenten, Haltungen und Gaben erlebbar.

Inspiriert von Hoffnungszitaten tauschten sich die Teilnehmer/innen über die Frage aus:

„Aus welchem Geist heraus gehe ich meine Aufgaben an, was will ich bewirken – und wie?“

Spürbar wurde dabei neu die Freude am gemeinsamen Tun und der Glaube, dass Hoffnung ansteckend ist.

Am Nachmittag erzählten die Teilnehmer/innen einander ihre persönlichen „Hoffnungsgeschichten“ – berührende Beispiele, wie Glaube, Engagement und Zusammenhalt im Alltag wirken.
Daraus entstanden viele konkrete Ideen, wie der Schwung und die Begeisterung dieser Tage in die Pfarrgemeinden hineinwirken können – konkrete Projekte dafür wurden geplant, die Umsetzung läuft bereits an.

2 Beispiele: Ein Teil der erarbeiteten Plakate wird die nächsten Sonntag durch unsere Pfarrgemeinden wandern (diesen Sonntag hängen sie schon im Florianisaal). Und: Kleine Hoffnungsimpulse werden die nächste Zeit den wöchentlichen FroBo live abschließen.

Blick in die Zukunft: Unser Pastorales Gebäudekonzept

Ein weiterer Schwerpunkt war das „Pastorale Gebäudekonzept“.
Eine eigens von PLT und VVR eingesetzte Projektgruppe hat in den vergangenen Monaten alle pfarrlichen Gebäude analysiert und – im Austausch mit den Gemeindeausschüssen – anhand der pastoralen Vorgaben Prioritäten und Perspektiven bis 2040 erarbeitet.

Nach intensiver Diskussion beschloss die Pfarrgemeinderats-Vollversammlung am Sonntag:

  • Wir wollen auf Basis pastoraler Überlegungen einen grundlegenden Veränderungsweg gehen (im Blick sind unsere Pfarr-Häuser, nicht die Kirchen)
  • Renovierungen sollen nachhaltig und zukunftsorientiert erfolgen, nicht als kurzfristige Notlösungen; was gilt es zu verändern, abzugeben, zu intensivieren?!
  • Ein neues Projektteam wird – in laufendem Austausch mit PGR, GAs und VVR bis zur nächsten Vollversammlung 2026 konkrete Vorschläge als Beschlussvorlage ausarbeiten.
  • Maßstab und Leitlinie dafür bleiben unser pastoraler Auftrag und unsere Pfarrvision, nicht finanzielle Engpässe.
  • Und: Eine Vielzahl an Anregungen wurde dazu für die Projektgruppe gesammelt, mit denen sie jetzt (weiter)arbeiten können.

Ein herzlicher Dank gilt dem bisherigen Projektteam für die wertvolle Vorarbeit!

Gemeinschaft, Gebet und Ausblick

Im Mittelpunkt des Samstagabends stand eine feierliche Sonntags-Eucharistie, in der alles Erarbeitete vor Gott gebracht wurde – Wandlung im vielfältigen Sinn.
Beim anschließenden gemütlichen Abend mit Musik, Gesprächen und spontanen Einfällen wurde die erlebte Gemeinschaft nochmals ganz anders spürbar.

Der Sonntag begann traditionsgemäß mit der PGR-Vollversammlung; erste Schwerpunkt war das Pastorale Gebäudekonzept (siehe oben). danach folgten Berichte und Ausblicke:

  • Rückblick auf 9 Jahre Pfarrprojekt Vanakkam
  • Planung der Pfarrklausur 2026 (16.–18. Oktober in Horn)
  • Verschiedene Informationspunkte und Rückmeldungen

Besonderes Highlight war das Online-Gespräch mit unseren Freunden aus Vanakkam (Indien) – mit inspirierendem Impuls von P. Leonard zum Thema Hoffnung, nachzulesen HIER.

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Zum Abschluss feierten eine von unseren WoGo-Leiter/innen gestaltete Gottesdienstliche Sonntags-Feier – ein geistlicher Schlusspunkt, der das Wochenende rund machte, das auch zwischendurch immer wieder von Gebet, Liedern und Innehalten geprägt war.

„Mit neuem Schwung ins Pfarrleben zurück“

„Tragisch, dass sich das wirklich Erlebte kaum in Worte fassen lässt“, resümiert Pfarrer Gerald.
„Aber eines ist sicher: Wir alle kehren mit neuem Schwung, viel Freude und einem kräftigen Geist der Hoffnung ins Pfarrleben zurück – und das darf und wird sich auswirken.“

Fotos: Bettina Demblin, Peter Tschulik, Richard Schmalek und Tino Bogner

… sind ein bisschen durcheinander, geben aber ganz gute Einblicke in die gemeinsame Zeit!