Veränderungen im Pfarrbüro

Willkommen: Natalie; Vergelt’s Gott: Gerti!

Unsere Pfarrsekretärin Gerti Hinterndorfer war viele Jahre treu im Dienst: zuerst in der Pfarre St. Elisabeth, dann in der gemeinsamen Pfarre zur Frohen Botschaft; zuständig für die Standorte St. Elisabeth und Wieden-Paulaner, sowie für die „Matriken“ = Administrationsteil der Sakramente. Und: Sie war eine der Hauptbeteiligten für einen guten Übergang in die gemeinsame Pfarre!
Mit Ende November beendete sie ihren hauptamtlichen Dienst und ging in Pension (wenn sie uns auch als Mitglied der Pfarrgemeinde St.Elisabeth erhalten bleibt). Danke Dir, liebe Gerti, für all das Geschehene – ein herzliches Vergelt’s Gott!
Übrigens: Ein gemeinsames Abschluss- & Dankfeiern wird am So, 14. 1. 2024 im Rahmen der St.-Elisabeth-Messe 9 Uhr sein.

Am Fr, 1. 12. 2023 wurde das Pfarrbüro in St. Elisabeth übergeben – dann gemeinsam auf den Wechsel angestoßen – siehe Foto (v.l.n.r.: Pfarrer Gerald Gump, neue Pfarrsekretärin Natalie Janicek, sich verabschiedende Pfarrsekretärin Gerti Hinterndorfer, Pfarrsekretär Daniel Fürhapter).

Wir haben eine gute Nachfolgerin gefunden: Natalie Janicek (Infos HIER) hat mit Dezember ihren Dienst als Pfarrsekretärin begonnen – herzlich Willkommen! Gemeinsam mit Daniel Fürhapter wird sie die Administration der Pfarre weiterführen.
Diese Veränderung haben wir auch zum Anlass genommen, einiges im Büro-Bereich umzugruppieren. Seit 1. 12. 2023 gilt folgende Ordnung:

Die neue Kompetenzaufteilung im Pfarrbüro:

Daniel (30 Wochen-Std.): Pfarrbüros St. Elisabeth & St. Thekla, Matriken
Regel-Dienstzeiten: Mo-Fr 9-13 Uhr (Ausnahme: Do -19 Uhr)
Tel: 01 / 505 50 60 / 71; eMail: Daniel.Fuerhapter@zurFrohenBotschaft.at 

Natalie (40 Wochen-Std.): Pfarrbüros St. Florian & Wieden-Paulaner, Finanzen
Regel-Dienstzeiten: Mo-Fr 8-16 Uhr (Ausnahmen: Mo -15 Uhr; Di -19 Uhr – mit Unterbrechung)
Tel: 01 / 505 50 60 / 72; eMail: Natalie.Janicek@zurFrohenBotschaft.at

Übergangsmonat Dezember 2023: Buchhaltung Ulli Flamm (5 Std. bis 31. 12. 2023) gemeinsam mit Natalie

Gleich bleiben insgesamt die Büro-Öffnungszeiten:

Di-Fr 9-12 Uhr; Di + Do 17-19 Uhr
In dieser Zeit ist das Pfarrbüro unter 01 / 505 50 60 gut erreichbar;
vor Ort haben unsere Standorte folgendermaßen geöffnet:

——— Natalie ———-                ——— Daniel ———-
Di: Wied          NM: Flo                Thek 
Mi: Flo                                          Eli
Do: Wied                                     Thek                NM: Eli
Fr: Flo                                          Eli

Caritas-Sprechstunden
Di: 10-11 Uhr Thek
Mi: 9-10 Uhr: Eli
Fr: 9-10 Uhr: Flo
      9:30-11:30 Uhr: spezielle Sozialberatung (2wöchentlich) in Eli

Ist es schon 5 Minuten nach 12?

Unter diesem Titel fand am 24. November ein Informationsabend und Krisengespräch von Vertreter*innen der „Letzten Generation“ (LG) im Pfarrgemeindesaal St. Thekla mit Angehörigen der Pfarre zur Frohen Botschaft statt. In den Diskussionen wurden die derzeitigen und mögliche zukünftige Auswirkungen des Klimawandels erörtert, wobei seitens der LG betont wurde, dass wir die letzte Generation seien, die durch konsequente Verhaltensänderungen einen gefährlichen Automatismus der Klimaerwärmung noch verhindern könnten. Dazu müssten die Empfehlungen des Klimarates umgesetzt werden. Intensiv wurden vor allem die Methoden der LG diskutiert, welche zum Ziel hätten, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zum Handeln zu bringen. Ob dies tatsächlich erreicht würde und diese Methoden des Widerstandes nicht überzogen seien, wurde in der Diskussion angesprochen und auch kritisiert. Andererseits wurde gegenüber dem Engagement und der Überzeugung der Vertreter*innen der LG Anerkennung  ausgedrückt. Diese wiederum betonten, dass bei allen Blockadeaktionen darauf geachtet würde, dass Rettungsfahrzeuge passieren könnten und Menschen nicht in Gefahr kämen.  Der Abend fand in persönlichen, vertiefenden Gesprächen bei einer kleinen Agape einen versöhnlichen Ausklang.

FroBo im Fokus 2023/11

Gespräch mit „Last Generation“ am Fr 24.11.2023

Mauer der Hoffnung übersiedelt

Nikolausfeier in St.Florian am Mi 6.12.2023

Weihnachtsmärkte und Punschstände im Pfarrbereich

Konzerte im Advent

Sammlung für das Tageszentrum der Caritas am Sa 9. + So 10.12.2023

Sinnvoll schenken

Kirchenführung in St. Thekla am Sa 16.12.2023

Wanderung zu „Laudato Si'“ am Sa 9.12.2023

7000 km entfernt und doch so nahe

Low-Cost-Elektrophorese via Videokonferenz mit der Chirumalar School aus Indien

Ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen dem Kollegium Kalksburg , der Pfarre zur Frohen Botschaft und der indischen Chirumalar School aus dem Vanakkam Projekt ist gesetzt. Am 18.11.2023 trafen sich 9 Schüler*innen des Kollegium Kalksburg und 8 Schüler*innen der Chirumalar School in Break-out-sessions, um gemeinsam zu experimentieren.

Gemeinsam erarbeiteten sich die Schüler*innen den Umgang mit Mikropipetten, übten deren Verwendung und trennten anschließend mittels einer Low-Cost-Elektrophorese verschiedene Tintenfarbstoffe nach der Größe auf.

„Es war schön zu sehen, wie die Schüler*innen zusammenarbeiteten. Als wären sie vor Ort in Arbeitsgruppen, vielleicht gerade einmal am Nebentisch. Sie sind so nahe, so greifbar. Nicht Theorie, sondern „reale“ Gegenüber durch die kleinen Gruppen in den Break-out-sessions.“ beschreibt Regina Robanser, eine der beteiligten Lehrer*innen, die Arbeit.

Nebenbei blieb auch noch Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Zuerst wurde über Hobbies, Lieblingsfarben und -fächer ausgetauscht, dann ging es um das Frühstück in der Chirumalar School, oder um typisch österreichische Küche wie Schnitzel. Am Ende wurden die Versuchsergebnisse gesammelt, verglichen und in den Kleingruppen diskutiert.

„Das schönste war die Entwicklung der indischen Schüler*innen seit dem Treffen vor einem Jahr zu sehen. Letztes Mal nervös und ängstlich, wirkten sie jetzt deutlich entspannter und selbstbewusster. Gemeinsam wendeten österreichische und indische Schüler*innen ihre Englischkenntnisse an und kommunizierten miteinander. Das ist neben der Durchführung der Experimente ein Hauptergebnis des Projektes!“ so Robanser weiter.

Und Peter Schönhuber, in der Pfarre zur Frohen Botschaft zuständig für Weltkirche und Vanakkam-Projektverantwortlicher, meint: „Sowohl den Lehrkräften in der teils recht aufwändigen Vorbereitungsphase als auch den Jugendlichen selbst während der Durchführung der Experimente war klar, dass eine Gruppe alleine nicht erfolgreich sein kann. Dieses aufeinander Achtgeben, dieses sich gegenseitig Helfen, dieses füreinander Verständnis Haben, dieses im wahrsten und besten Sinne Miteinander – über die Distanz hinweg – hautnah erleben zu können, war schon sehr beeindruckend. Für mich ein wunderbares Beispiel dafür, wie praktizierte Nächstenliebe heute ausschauen und erlebt werden kann.“

Notwendig für das Projekt war auch die Unterstützung der Pfarre zur Frohen Botschaft. Zum Beispiel mit technischem Support – LAN-Switch, Adapter für LAN-Kabel. LAN-Kabel, die lang genug sind um einen ausreichenden Abstand zwischen den Gruppen zu gewährleisten, damit man arbeiten kann und es nicht zu Rückkopplungen kommt. Auch Kommunikation und das Problemmanagement wurden durch die Zusammenarbeit mit dem Vanakkam-Projekt (www.vanakkam.at) deutlich erleichtert.

Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit in den folgenden Jahren – aus einer verrückten Idee vor ein paar Jahren ist jetzt wirklich Realität geworden.

Text: Regina Robanser, Peter Schönhuber

Fotos: Regina Robanser, Fr. Leonard

Wanderung Laudato Si

Am 18. November war es wieder soweit. Wir gingen von Neuwaldegg durch den Schwarzenbergpark zur Endstelle der Straßenbahnlinie 43 zurück. Bei dieser Wanderung waren bei kaltem Wetter  schöne herbstliche Eindrücke in Gotts Schöpfung möglich und wir konnten neben der Enzyklika „Laudato Si`“ auch erstmals eine Textstelle aus dem neuen Apostolischen  Schreiben „Laudate Deum“ integrieren – ein spirituell bereichernder Nachmittag in der Natur.

Die nächste Wanderung wird am 16. Dezember 2023 von Oberlaa entlang der Liesing führen.

Pfarrer Gerald Gump: Gedanken zu aktuellen politischen Entwicklungen


In der Nacht vom 9. / 10. 11. 2023 jährte sich zum 85. Mal die „Reichsprogromnacht“:
Jüdinnen und Juden wurden gequält, ermordet und verschleppt – auch im Gebiet unserer jetzigen Pfarre wurde eine Synagoge (Siebenbrunnengasse) niedergebrannt – trauriger Höhepunkt einer jahrhundertelangen Geschichte des Antisemitismus.
Und traurig: Die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten lassen den Antisemitismus neu erblühen, Vorurteile wachsen, Fronten verhärten, Unfrieden und Angst steigen.
Doch: Kritik am Vorgehen der israelischen Regierung ist nicht automatisch Antisemitismus.

Versuchen wir ein paar Dinge zu ordnen:
Der Konflikt im Nahen Osten hat eine lange Geschichte – längst ist er nicht mehr ein primär religiöser Konflikt (Muslim <-> Juden; auch palästinensische Christen werden verfolgt, Ungläubige sind genau so Kriegstreiber, …).
Es gibt auf mehreren Seiten eine Terror-Vorgeschichte einzelner Terroristen, oft auch verbrecherisches Vorgehen von Gruppen und Staaten (Terror-Unterstützung, Siedlungspolitik, …).

Vor einem Monat gab es einen Terror-Überfall der Hamas auf Israel (dem am meisten demokratischen Staat der Region) – 1.200 Todesopfer (der schlimmste Tag für Juden seit der Naziherrschaft!), Geiselnahme, Verletzte, Zerstörung. Gerade auf Hintergrund unserer Geschichte (und traurigerweise auch „christlich“ verursachtem Antisemitismus) gilt es, dieses Verbrechen klar zu verurteilen. Verbrechen nicht als solche zu benennen oder undifferenziert zu bagatellisieren („Sind alle schuld!“, „Wir haben eigene Probleme!“) macht mitschuldig.

Seither herrscht hier Krieg – die Leittragenden sind wie immer die Zivilbevölkerungen aller beteiligten Staaten: Und Gott steht immer auf der Seite der Armen und Verfolgten. Welcher konkrete Kriegs- oder Verteidigungsakt jeweils völkerrechtlich gedeckt oder gerechtfertigt ist: Das können oft auch Spezialist/inn/en kaum im Detail einschätzen. Hier gilt es einfach um den Frieden zu beten – der menschlich fast unmöglich geworden scheint…

Was aber glaube ich klar ist:
Für uns Christ/inn/en sollten ein paar Positionen Programm sein:
*) Ablehnung jeglicher Vorurteile (Antisemitismus, „die Moslem sind…“, „die …“, Einteilung nach Hautfarbe, Religion, Weltanschauung etc.) – Vorurteile sagen immer deutlich mehr (und eben nichts Gutes) über die einschätzende Person als über die Eingeschätzten aus; so oft sind sie der Keim der großen Katastrophen! Pauschalurteile über Menschengruppen sind immer ein simplifizierendes Problem – nie eine Lösung!
*) Krisenzeiten dieser Art stärken den Ruf nach einfachen Antworten:
-) Die anderen sind (nur) böse, wir sind (nur) gut / völlig unschuldig / …;
-) Wenn dieses eine Problem gelöst, diese eine Gruppe beseitigt, diese eine Person eliminiert ist, dann ist alles gut…
-) Entweder-Oder; keine Grautöne oder Akzeptanz komplexer Wirklichkeiten
-) … und Populisten, Radikale und Fundamentalisten profitieren davon – im Staat, radikale Parteien, aber auch dümmlich-„fromme“ Vereinseitigungen und Radikalisierungen im Religiösen, leere Worthülsen, die den Inhalt oft pervertieren („Stille Nacht“ bei der AfD-Kundgebung).
→ Trauen wir uns zu differenzieren, keine eindeutigen „immer-gültigen“
Antworten zu propagieren, verschiedene Meinungen respektvoll zu hören. Gott hat eine sehr komplexe Wirklichkeit ins Leben gerufen: Ihn ernst zu nehmen heißt, differenzierte Fragestellungen nicht auf einfache Antworten zu reduzieren!
*) Sind wir dankbar, dass es neben „Sozialen Medien“ (oft voll mit ungeprüften oder bewusst falschen Infos und tendenziösem „Spezial- oder Geheimwissen“; Medien, die das Verbleiben in eigener, enger „Bubble“ oft sehr fördern) auch Qualitätsmedien gibt, die prüfen, hinterfragen, differenzieren, zum Denken einladen, statt dieses abnehmen.
Sind wir dankbar für wissenschaftliche Forschung und Fach-Wissen – Gott gibt uns dafür Geist und Phantasie, statt dieses mit billigen Populismen abzukanzeln oder dummer Wissenschafts-Verleugnung anzuhängen!
Sind wir dankbar, in einem Land leben zu dürfen, wo wir diskutieren,
verschiedene Meinungen gelten können, Demonstrationsrecht herrscht (auch wenn man nicht mit den dort propagierten Meinungen übereinstimmen muss) usw.

Gott hat uns Hirn zum Hinterfragen, selbst Denken und aktiv Werden gegeben, uns die Welt in die Hand gelegt, sie kreativ zu gestalten – anders gesagt: Als getaufte/r und gefirmte/r Christ/in die eigene Berufung ernst zu nehmen und zu leben.
Jesus war ein großer Feind aller fixen Vorstellungen, die notfalls über Leichen gehen (mein Linzer Dogmatik-Professor hat immer betont: Jesus, der „größte Antiideologe der Geschichte“): Er hat auf Menschen(lichtkeit) geschaut, billig simplifizierende, eben
„einfache Antworten“ abgelehnt, den einzelnen Menschen geachtet, ernst genommen und aufgebaut, Unheil klar benannt und verurteilt, „Frieden“ geschenkt – „Leben in Fülle“ verkündet; sich klar auf die Seite von Benachteiligten und Armen gestellt… – klare Vorgaben für uns!

Pfarrer Gerald Gump