Sternsingeraktion 2026 der Pfarre zur Frohen Botschaft: 7.000 Begegnungen, fast 18.500 Euro „ersungen“, eine klare Botschaft gegen Zynismus und Abschottung
Während Österreich in den Tagen nach Weihnachten kollektiv auf Ruhe, Ferien und Erholung schaltet, passiert mitten in Österreich Bemerkenswertes – und politisch Hochrelevantes, konkret auch in der Pfarre zur Frohen Botschaft (Wien 4+5): Rund 60 Sternsingerinnen und Sternsinger waren zwischen 2. und 8. Jänner 2026 unterwegs, um Türen zu öffnen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene reihten sich ein in die österreichweite Sternsingeraktion, bei der heuer rund 85.000 Königinnen und Könige im Einsatz sind – vgl. www.sternsingen.at. Zwei Anliegen bewegten sie mit Nachdruck – und erstaunlicher, gesellschaftlicher Sprengkraft:
Erstens die Verkündigung der Frohen Botschaft von Weihnachten: Dass Gott sich den Menschen zuwendet – und daher zur Welt gekommen ist, dass Nähe stärker ist als Angst, dass Hoffnung nicht naiv, sondern notwendig und Frieden & Miteinander möglich bleiben: Rund 7.000 Menschen kamen allein im Pfarrgebiet der Frohen Botschaft persönlich mit dieser Botschaft in Kontakt – gesungen, gesprochen, gesegnet, charmant – ohne Pathos, aber mit Haltung und auf Augenhöhe.
Zweitens konkrete Solidarität, die mehr ist als ein gutes Gefühl: Die Österreichische Sternsingeraktion unterstützt rund 500 Projekte nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit, von denen etwa eine Million Menschen im globalen Süden langfristig profitieren. Durch die „Könige“ der Pfarre zur Frohen Botschaft wurden bis dato (Stand 8. 1. 2026, 18:30 Uhr) € 18.491,39 gesammelt – weitere Nachträge werden in den kommenden Tagen noch erwartet; mit einem Augenzwinkern meint Katharina: „Den 19.000er werden wir heuer schon noch knacken!!“
Pfarrer Gerald Gump bringt es bewusst zugespitzt auf den Punkt: „Während Österreich in diesen Tagen Ruhe genießt, verändern unsere Kinder und Jugendlichen die Welt. Gerade in einer Zeit, in der grausliche politische Dominanz, Abschottung und nationale Egoismen fröhliche Urständ‘ feiern, zeigen unsere jungen Leute, was die christliche Botschaft wirklich meint, nämlich dass ein anderes Miteinander möglich ist – und dass man dafür einfach anfangen muss.“
Dafür waren wieder heftig viele engagiert: Viele Stunden an Nachmittagen, bei der schon traditionellen, nächtlichen „Lokal-Tour“ von Erwachsenen, bei Gottesdiensten und auf Plätzen…
Viele Stufen, kalte Tage – und erstaunlich viel Wärme
Was diese Aktion trägt, ist nicht Pathos, sondern gelebte Erfahrung. Beispielsweise starteten vom Standort der Pfarrgemeinde St. Elisabeth über 30 Königinnen und Könige an mehreren Tagen: „Sie brachten nicht nur den Segen, sondern vor allem ganz viel Freude in die Wohnungen der Menschen“, erzählt Regina Tischberger, die auch die vielen kleinen Zeichen der Wertschätzung hervorhebt: offene Türen, warme Getränke, Kekse – und manchmal sogar liebevoll vorbereitete Rastplätze zwischen zwei Stiegenläufen. Ihr Fazit ist eindeutig: „Ganz persönlich möchte ich mich bei allen Kindern bedanken: Ihr seid großartig!“
Auch bei der Kath. Jungschar St. Thekla war die Aktion intensiv: Täglich waren zumindest zwei bis drei Gruppen unterwegs, trotz Kälte, Stiegensteigen und langen Tagen. „Die Stimmung war durchwegs fröhlich“, berichtet Charlotte Kotzab. „Das gemeinsame Singen, die freundlichen Begegnungen und natürlich die Stärkungen danach haben die Kinder enorm motiviert.“
Dass die Sternsingeraktion viele Spuren bei den Besuchten hinterlässt, betont Pastoralassistentin Manuela Bistricky: „Es ist jedes Jahr neu beeindruckend, wie viele Kinder und Jugendliche sich mit Begeisterung auf den Weg machen. Selbst die Kleinsten gehen Stockwerk um Stockwerk – und lassen sich nicht entmutigen, auch wenn Türen verschlossen bleiben.“ Besondere Momente entstehen dort, wo Begegnung Tiefe bekommt: vor Christbäumen, Krippen – oder sogar in einem Architekturbüro, in dem gerade an einer Kapelle geplant wurde und die Botschaft der Sternsinger direkt in die Überlegungen einfloss.
Fazit: leise Schritte mit globaler Wirkung
Fast 18.500 Euro, tausende Begegnungen, unzählige Stufen – und eine klare, politische Botschaft gegen Zynismus, Abschottung und Resignation. Die Sternsingerinnen und Sternsinger der Pfarre zur Frohen Botschaft zeigen: Eine andere Welt beginnt nicht mit Schlagzeilen oder Parolen, sondern mit kleinen Schritten – und manchmal mit einem Lied vor der Haustür.
Der Segen des neuen Jahres ist jedenfalls schon ausgesprochen und an unzählige Türschwellen mit Kreide oder Pickerl vermerkt: Christus segne dieses Haus im Jahr 2026: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes: Dieses Haus und unsere gemeinsame Welt.
Weihnachts-Pop-up-Gottesdienste 2025 mit neuem Rekord
Auch diesmal bot die Pfarre zur Frohen Botschaft 4 „Pop-up-Gottesdienste“ am Nachmittag des Heiligen Abends „draußen“ an. Weiters gab’s am Karlsplatz und beim Spar in der Zentagasse eine Verteil-Aktion für das „Friedenslicht“.
Schon im Vorfeld wurden am Naschmarkt und am Karlsplatz Advent- und Weihnachtslieder gesungen und es gab ein Weihnachts- Jugendgebet in der Kirche St. Elisabeth.
In Parks und beim Belvedere waren kleine Gruppen der Pfarre vor Ort, um in kurzen Wort-Gottes-Feiern die Botschaft von Weihnachten nicht nur für „Kirchen-Interne“, sondern für die Welt hinauszutragen und das Friedenslicht zu verteilen. Weihnachtslieder wurden gesungen, das Weihnachtsevangelium vorgetragen, Fürbitten laut und in Stille gebetet, Gebete wurden gemeinsam gebetet oder in stillen Gedanken vor Gott getragen.
Und erneut hat es „gepasst“: Viele Mitfeiernde waren dabei, diesmal mit einem Rekorddurchschnitt von 26,5 Teilnehmer*innen pro Gottesdienst – ein Angebot, das für eine gewisse Gruppe von Menschen einfach „stimmt“!
Die Idee wurde 2020 kreiert, als coronabedingt die üblich überfüllten Weihnachtsgottesdienste nicht möglich waren – open air und in Kleinstgruppen war es dann bei den durch die Pfarre neu erfundenen ‚Pop-up-Gottesdiensten‘ doch möglich, einiges zu veranstalten.
Pop-up-Gottesdienste im 4. + 5. Bezirk (im Gebiet der „Pfarre zur Frohen Botschaft“) fanden 2025 statt:
*) Oberes Belvedere
*) Rubenspark
*) Rudolf-Sallinger-Park
*) Alois-Drasche-Park
Bericht: Christian Kneisz Fotos: Christian Kneisz, Martin Kneisz, Franz Josef Maringer, Regina Robanser, Regina Tischberger
Housing Firstder Caritas Wien hilft Menschen in Not eine leistbare Wohnung zu bekommen und begleitet sie sozialarbeiterisch solange, bis sie selbständig und ohne Unterstützung leben können. Das betrifft sowohl Familien aus anderen Ländern wie auch Alleinerziehende mit ihren Kindern nach einer Trennung, Menschen mit Behinderung oder suchtkranke Personen.
Zu Weihnachten erhalten sie ein kleines Weihnachtsgeschenk. Viele Institutionen und Privatpersonen unterstützen solche Aktionen. Dafür gibt es allerdings einen Anmeldeschluss. Aber auch danach kommen noch Bedürftige zu Housing First. Für diese Menschen macht St. Florian jedes Jahr insgesamt 20 selbstgenähte Weihnachtssackerl mit Kaffee, Schokolade, Duschgel und einem Einkaufsgutschein über € 10,–.
Wir bitten um Spenden auf das Pfarrkonto mit dem Verwendungszweck: Housing First:
„Pfarre zur Frohen Botschaft“, IBAN AT23 2011 1000 0318 8140
Am Dienstag, 9. Dezember und am Dienstag, 16. Dezember von 12 bis 13:30 Uhr waren Schöpfungsverantwortlicher Wolfgang Zecha und Pastoralassistent Christian Kneisz am Karlsplatz unterwegs. Dort gaben sie Passanten Tipps zum sinnvollen Schenken. Gute Alternativen zum oftmaligen „Geschenkewahnsinn“ wurden verteilt. Vom „Upcycling““ und vom Caritas-Shop, über unser Projekt Vanakkam, bis hin zu „Unverschwendet.at“und zum Fair Trade EZA – SHOP reichten die Tipps. Bei Eiseskälte wurden viele Flyer verteilt, Gespräche wurden geführt und es gab sogar Einladungen zum Glühwein. Alles in Allem eine gelungene Aktion! Hier geht’s zu allen Tipps auf Deutsch und in Englisch.
Am 13. 12. 2025 befassten wir uns mit Psalmen der Schöpfung in weihnachtlichem Kontext in der Waisenhauskirche Maria Geburt. Untermalt mit Gesang und Gebet reflektierten wir drei unterschiedliche Psalmen, die als zentrales Thema das Lob Gottes durch seine Schöpfung hatten. Mit unterschiedlichen Methoden konnten wir uns den Inhalten der Psalmen widmen und einen besinnlichen Vormittag verbringen.
Der nächste Termin ist wieder im Rahmen einer Kooperation mit der Pfarre Maria Dreikirchen am 28. März 2026, von 14:00 bis ca. 16:00 Uhr. Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr.
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