Archiv der Kategorie: Pfarre zur Frohen Botschaft

Nimm das Wort Gottes

„Nimm das Wort Gottes“ – Bibel-Sonntage in unserer Pfarre (So, 25. 1. 2026)

Diesen Sonntag stand in unseren Pfarrgemeinden etwas im Mittelpunkt, das oft selbstverständlich wirkt – und doch neu entdeckt werden will: die Bibel als persönliches Wort Gottes für jede und jeden von uns.

Schon im Vorfeld wurden die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eingeladen, ihre eigene Bibel mitzubringen. Gleichzeitig lagen in der Kirche unterschiedliche Bibelausgaben zum Anschauen und Kaufen auf. Ergänzend dazu wurden zwei Arten von Zetteln vorbereitet:

*) ein Überblick über die pfarrlichen Bibelangebote – HIER

*) ein Bibel-Anleitungs-Blatt, das praktische Hilfen und Ermutigungen für den persönlichen Umgang mit der Heiligen Schrift gibt – HIER

In St. Elisabeth (wo auch die Fotos her sind) war dann die „Umsetzung“ so:
Zu Beginn des Wortgottesdienstes erging die Einladung an alle, ihre Bibel nach vorne zu bringen und zum Ambo – dem Tisch des Wortes – zu legen. Ein starkes Zeichen: Viele Bibeln, verschieden in Form und Alter, aber vereint an dem Ort, an dem Gottes Wort verkündet wird.

Zwei Helfende legten in jede Bibel ein Bibel-Anleitungs-Blatt als stillen Begleiter für das Weiterlesen zu Hause.

In der Predigt ging es um die Frage: Wie kann ich – vielleicht ganz neu oder wieder neu – mit dem Bibellesen beginnen? Klar war: Die Bibel ist kein Buch nur für „Kenner“ oder „Profis“, sondern für jede und jeden persönlich. Mit einfachen Anregungen machte Pfarrer Gerald Mut, sich neu auf das Wort Gottes einzulassen, Schritt für Schritt, ohne Leistungsdruck – aber mit Vertrauen.
Nach der Predigt wurden die mitgebrachten Bibeln gesegnet. Dieser Moment machte spürbar: Es geht nicht nur um ein Buch, sondern um eine Beziehung – Gott spricht, heute, hier, in mein Leben hinein.

In gleicher Weise waren auch unsere Kinder unterwegs: Jesus, der durch seine Worte Licht in unser Leben bringt (wie das Legebild vor dem Hauptaltar wieder intensiv spürbar machte).

Nach dem Schlusssegen wurden die „segens-aufgeladenen“ Bibeln persönlich zurückgegeben. Pfarrer Gerald und Sr. Gudrun überreichten jede einzelne mit einem Zuspruch wie:

„Nimm das Wort Gottes, lies darin, schau auf den Herrn und horche hin auf seine Zusage der Liebe an Dich!“

Beim Ausgang werden Bibel-Anleitungs-Blätter sowie ein Zettel mit den pfarrlichen Bibelangeboten verteilt – als Einladung, sich trotzdem (oder gerade jetzt) auf den Weg mit dem Wort Gottes zu machen.

Deutlich wurde: Die Bibel ist kein fernes Buch aus alten Zeiten. Sie will aufgeschlagen, gelesen und gehört werden – mitten im Alltag, mitten im Leben.

Fotos (alle von der 9-Uhr-Messe in St. Elisabeth): Ute Schellner

Sternsinger: toll gelaufen

Während Nationalegoismen grölen und polemische Sprüche laut werden, verändern Kinder & Jugendlichen die Welt:

Sternsingeraktion 2026 der Pfarre zur Frohen Botschaft:
7.000 Begegnungen, fast 18.500 Euro „ersungen“,
eine klare Botschaft gegen Zynismus und Abschottung

Während Österreich in den Tagen nach Weihnachten kollektiv auf Ruhe, Ferien und Erholung schaltet, passiert mitten in Österreich Bemerkenswertes – und politisch Hochrelevantes, konkret auch in der Pfarre zur Frohen Botschaft (Wien 4+5): Rund 60 Sternsingerinnen und Sternsinger waren zwischen 2. und 8. Jänner 2026 unterwegs, um Türen zu öffnen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene reihten sich ein in die österreichweite Sternsingeraktion, bei der heuer rund 85.000 Königinnen und Könige im Einsatz sind – vgl. www.sternsingen.at. Zwei Anliegen bewegten sie mit Nachdruck – und erstaunlicher, gesellschaftlicher Sprengkraft:

Erstens die Verkündigung der Frohen Botschaft von Weihnachten: Dass Gott sich den Menschen zuwendet – und daher zur Welt gekommen ist, dass Nähe stärker ist als Angst, dass Hoffnung nicht naiv, sondern notwendig und Frieden & Miteinander möglich bleiben: Rund 7.000 Menschen kamen allein im Pfarrgebiet der Frohen Botschaft persönlich mit dieser Botschaft in Kontakt – gesungen, gesprochen, gesegnet, charmant – ohne Pathos, aber mit Haltung und auf Augenhöhe.

Zweitens konkrete Solidarität, die mehr ist als ein gutes Gefühl: Die Österreichische Sternsingeraktion unterstützt rund 500 Projekte nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit, von denen etwa eine Million Menschen im globalen Süden langfristig profitieren. Durch die „Könige“ der Pfarre zur Frohen Botschaft wurden bis dato (Stand 8. 1. 2026, 18:30 Uhr) € 18.491,39 gesammelt – weitere Nachträge werden in den kommenden Tagen noch erwartet; mit einem Augenzwinkern meint Katharina: „Den 19.000er werden wir heuer schon noch knacken!!“

Pfarrer Gerald Gump bringt es bewusst zugespitzt auf den Punkt: „Während Österreich in diesen Tagen Ruhe genießt, verändern unsere Kinder und Jugendlichen die Welt. Gerade in einer Zeit, in der grausliche politische Dominanz, Abschottung und nationale Egoismen fröhliche Urständ‘ feiern, zeigen unsere jungen Leute, was die christliche Botschaft wirklich meint, nämlich dass ein anderes Miteinander möglich ist – und dass man dafür einfach anfangen muss.“

Dafür waren wieder heftig viele engagiert: Viele Stunden an Nachmittagen, bei der schon traditionellen, nächtlichen „Lokal-Tour“ von Erwachsenen, bei Gottesdiensten und auf Plätzen…

Viele Stufen, kalte Tage – und erstaunlich viel Wärme

Was diese Aktion trägt, ist nicht Pathos, sondern gelebte Erfahrung. Beispielsweise starteten vom Standort der Pfarrgemeinde St. Elisabeth über 30 Königinnen und Könige an mehreren Tagen: „Sie brachten nicht nur den Segen, sondern vor allem ganz viel Freude in die Wohnungen der Menschen“, erzählt Regina Tischberger, die auch die vielen kleinen Zeichen der Wertschätzung hervorhebt: offene Türen, warme Getränke, Kekse – und manchmal sogar liebevoll vorbereitete Rastplätze zwischen zwei Stiegenläufen. Ihr Fazit ist eindeutig: „Ganz persönlich möchte ich mich bei allen Kindern bedanken: Ihr seid großartig!“

Auch bei der Kath. Jungschar St. Thekla war die Aktion intensiv: Täglich waren zumindest zwei bis drei Gruppen unterwegs, trotz Kälte, Stiegensteigen und langen Tagen.
„Die Stimmung war durchwegs fröhlich“, berichtet Charlotte Kotzab. „Das gemeinsame Singen, die freundlichen Begegnungen und natürlich die Stärkungen danach haben die Kinder enorm motiviert.“

Dass die Sternsingeraktion viele Spuren bei den Besuchten hinterlässt, betont Pastoralassistentin Manuela Bistricky: „Es ist jedes Jahr neu beeindruckend, wie viele Kinder und Jugendliche sich mit Begeisterung auf den Weg machen. Selbst die Kleinsten gehen Stockwerk um Stockwerk – und lassen sich nicht entmutigen, auch wenn Türen verschlossen bleiben.“ Besondere Momente entstehen dort, wo Begegnung Tiefe bekommt: vor Christbäumen, Krippen – oder sogar in einem Architekturbüro, in dem gerade an einer Kapelle geplant wurde und die Botschaft der Sternsinger direkt in die Überlegungen einfloss.

Fazit: leise Schritte mit globaler Wirkung

Fast 18.500 Euro, tausende Begegnungen, unzählige Stufen – und eine klare, politische Botschaft gegen Zynismus, Abschottung und Resignation.
Die Sternsingerinnen und Sternsinger der Pfarre zur Frohen Botschaft zeigen: Eine andere Welt beginnt nicht mit Schlagzeilen oder Parolen, sondern mit kleinen Schritten – und manchmal mit einem Lied vor der Haustür.

Der Segen des neuen Jahres ist jedenfalls schon ausgesprochen und an unzählige Türschwellen mit Kreide oder Pickerl vermerkt: Christus segne dieses Haus im Jahr 2026: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes: Dieses Haus und unsere gemeinsame Welt.

Sternsinger in St. Elisabeth
Sternsinger in St.Thekla

Weihnachts-Pop-up

Weihnachts-Pop-up-Gottesdienste 2025 mit neuem Rekord

Auch diesmal bot die Pfarre zur Frohen Botschaft 4 „Pop-up-Gottesdienste“ am Nachmittag des Heiligen Abends „draußen“ an.
Weiters gab’s am Karlsplatz und beim Spar in der Zentagasse eine
Verteil-Aktion für das „Friedenslicht“.

Schon im Vorfeld wurden am Naschmarkt und am Karlsplatz Advent- und Weihnachtslieder gesungen und es gab ein Weihnachts- Jugendgebet in der Kirche St. Elisabeth.

In Parks und beim Belvedere waren kleine Gruppen der Pfarre vor Ort, um in kurzen Wort-Gottes-Feiern die Botschaft von Weihnachten nicht nur für „Kirchen-Interne“, sondern für die Welt hinauszutragen und das Friedenslicht zu verteilen. Weihnachtslieder wurden gesungen, das Weihnachtsevangelium vorgetragen, Fürbitten laut und in Stille gebetet, Gebete wurden gemeinsam gebetet oder in stillen Gedanken vor Gott getragen.

Und erneut hat es „gepasst“: Viele Mitfeiernde waren dabei, diesmal mit
einem Rekorddurchschnitt von 26,5 Teilnehmer*innen pro Gottesdienst – ein Angebot, das für eine gewisse Gruppe von Menschen einfach „stimmt“!

Die Idee wurde 2020 kreiert, als coronabedingt die üblich überfüllten Weihnachtsgottesdienste nicht möglich waren – open air und in Kleinstgruppen war es dann bei den durch die Pfarre neu erfundenen ‚Pop-up-Gottesdiensten‘ doch möglich, einiges zu veranstalten.

Pop-up-Gottesdienste im 4. + 5. Bezirk (im Gebiet der „Pfarre zur Frohen
Botschaft“) fanden 2025 statt:

  • *) Oberes Belvedere
  • *) Rubenspark
  • *) Rudolf-Sallinger-Park
  • *) Alois-Drasche-Park

Bericht: Christian Kneisz
Fotos: Christian Kneisz, Martin Kneisz, Franz Josef Maringer, Regina
Robanser, Regina Tischberger