Kategoriearchiv: Pfarre zur Frohen Botschaft

Laudato Si Wanderung

Unsere 2. Laudato Si Wanderung im Pfarrjahr 2026/27 führte uns entlang des Marchfeldkanals zur Schwarzlackenau und dann entlang der neuen Donau bis zur U6. Bei strahlend schönem, aber auch immer wieder wechselnden Wetterbedingungen starteten wir unsere Laudato Si Wanderung bei der Brücke der Brünner Straße über den Marchfeldkanal. Von dort ging es entlang desselben bis zum Gebetsgarten, wo wir unser 1. Statio hatten und den Gründer dieses wunderschönen Ortes kennen lernen durften. Wir wanderten dann entlang des Kanals bis zur Schwarzlackenau und begegneten vielen Vögeln, darunter auch einigen Schwänen. Immer wieder konnten wir die Sicht auf Bisam- und Leopoldsberg bewundern und uns an den herbstlichen Farben erfreuen. Der Weg zurück führte uns entlang der neuen Donau zur U6 und von dort nach Hause. Ein wunderschöner Herbsttag mit stimmungsvollen Eindrücken.

Die nächste Laudato Si Wanderung wird uns am 14. November zum Friedhof der Namenlosen führen.

Zukunft gestalten

Auf dem Gewachsenen weiterbauen – Zukunft gestalten

Pfarrklausur 16. – 18. 10. 2026
Mehr als 40 engagierte Frauen und Männer unserer Pfarre – Mitglieder aus Pfarrgemeinderat (PGR), den vier Gemeindeausschüssen (GAs), dem Vermögensverwaltungsrat (VVR) und dem Pastoralteam – waren von Fr, 16. bis So, 18. 10. 2026 bei der diesjährigen Pfarrklausur im burgenländischen Neutal mit dabei.

Begleitet wurde das Wochenende von Maria-Theres und Andreas Welich. Im Mittelpunkt standen die vergangenen Jahre unserer Pfarre, ihre Entwicklung, ihre Lernerfahrungen und die Frage, wie wir auf dem Fundament des Erreichten zuversichtlich in die Zukunft gehen können.

Innehalten und zurückschauen

Die Klausur war bewusst als Zeit des Innehaltens gestaltet. Was haben wir in den vergangenen Jahren gelernt? Was hat sich bewährt? Was wollen wir unbedingt bewahren? Und was braucht Veränderung?

Schon am Freitagabend wurden Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Pfarrlebens zusammengetragen. Dabei entstand ein beeindruckendes Bild dessen, was in den vergangenen Jahren gewachsen ist: Vielfalt, Zusammenarbeit, neue Projekte, starke Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung, gelebtes Ehrenamt und die Bereitschaft, immer wieder neue Wege zu gehen.

Besonders wertvoll war dabei nicht nur der Blick auf Erfolge. Auch Schwierigkeiten, Sackgassen und unerfüllte Erwartungen wurden offen angesprochen. Gerade daraus konnten wichtige Lernerfahrungen gewonnen werden.

Was unsere Pfarre trägt

In mehreren Gesprächs- und Gruppenphasen wurde sichtbar, welche Faktoren gelingendes Pfarrleben ermöglichen. Begriffe wie Gemeinschaft, Wertschätzung, Begeisterung, Verantwortung, Offenheit, Vielfalt und Vertrauen tauchten immer wieder auf. Deutlich wurde auch, wie sehr die Pfarre von Menschen lebt, die ihre Fähigkeiten einbringen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam an einem größeren Ganzen arbeiten.

Eine zentrale Erkenntnis lautete: Vieles, was heute selbstverständlich erscheint, ist das Ergebnis jahrelangen Engagements vieler Menschen. Es lohnt sich, darauf mit Dankbarkeit zu schauen.

Den Blick nach vorne richten

Der Samstag stand zugleich ganz im Zeichen der Zukunft. In Gruppenarbeiten wurde gefragt, welche Schwerpunkte die Pfarre in den kommenden Jahren setzen soll und was ihr besonderes Profil ausmacht – auch im Hinblick auf die PGR-Wahl am 7. 3. 2027.

Dabei zeigte sich ein großer Grundkonsens: Die Pfarre zur Frohen Botschaft soll weiterhin eine offene, vielfältige und missionarische Kirche sein, die Menschen miteinander verbindet, sie im Glauben stärkt und gesellschaftliche Verantwortung übernimmt – unsere Pfarrvision „Jesu FROHE BOTSCHAFT heute LEBEN“ in die Wirklichkeit übersetzt. Zahlreiche Ideen wurden gesammelt, wie bestehende Stärken weiterentwickelt und neue Chancen genutzt werden können.

Gemütlich klang der Samstag aus: Karaoke-Singen und Nachtwanderung, Einschulung in Gebärdensprache, Kirchen-Activity und fröhliches Plaudern.

PGR-Wahl 2027 und langfristige Perspektiven

Traditionell begann der Sonntag mit der PGR-Vollversammlung. Ein Schwerpunkt war die Vorbereitung der Pfarrgemeinderatswahl am So, 7. 3. 2027. Dabei wurden ein Wahlvorstand bestellt, die Zahl der Mandate festgelegt und die grundlegenden Weichen für die kommende Wahlperiode gestellt.

Ein weiterer wichtiger Themenblock war das Pastorale Gebäudekonzept. Dabei wurde erneut bekräftigt, dass die Pfarre ihre Zukunft aktiv und langfristig gestalten will. Ein breiter Konsens besteht, nicht nur in kleinen Schritten zu denken, sondern mutig und vorausschauend zu planen. Ziel bleibt ein tragfähiges Zukunftsbild für die Nutzung unserer Gebäude im Jahr 2040, orientiert an den pastoralen Aufgaben der Pfarre.

Darüber hinaus wurde über aktuelle Entwicklungen in der Pfarre berichtet, über personelle Veränderungen, notwendige Bau- und Sanierungsprojekte sowie das Zukunftsprojekt „JesuFroheBotschaft.weiter.leben“, das die Erfahrungen aus zehn Jahren Pfarre zur Frohen Botschaft in die kommenden Jahre weitertragen möchte.

Live-Schaltung nach Indien: Hoffnung wird konkret

Ein besonderer Höhepunkt war wie immer die Live-Schaltung zu Father Leonard Fernando und den Mitarbeiter/inne/n des Vanakkam-Projekts.

In seinem Bericht erzählte Father Leonard Fernando, wie sich die Arbeit in Indien weiterentwickelt. Täglich werden rund 1.300 Kinder in den Schulen betreut, viele davon unter schwierigsten Bedingungen. Für verlassene Kinder werden Wohnmöglichkeiten angeboten, Frauen in den Dörfern unterstützt, HIV-Patient/inn/en begleitet und zahlreiche Sozialprojekte umgesetzt. Zudem wird derzeit ein neues Schulgebäude errichtet, weil die vorhandenen Räume nicht mehr ausreichen.

Besonders berührend war seine Schilderung eines ihrer Groß-Projekte: Alte, kranke, einsame und behinderte Menschen werden regelmäßig mit Mahlzeiten versorgt. Jugendliche helfen bei der Auslieferung und erleben dabei unmittelbar, was Solidarität bedeutet. Diese Begegnungen hinterlassen bei ihnen, so Father Leonard Fernando, tiefe und bleibende Eindrücke.

Bemerkenswert war auch sein geistlicher Gedanke: Die Gemeinschaft handle nicht nach vorgefertigten Konzepten, sondern lasse sich von den konkreten Bedürfnissen der Menschen leiten. Nicht abstrakte Ideen stünden im Mittelpunkt, sondern die Frage, wo Hilfe gebraucht wird und wie darauf geantwortet werden kann.

Gemeinschaft, Gebet und Zuversicht

Wie jedes Jahr prägten gemeinsame Gebetszeiten (speziell auch mit dem intensiven Hereinholen derer, für die wir da sind), Gottesdienste und viele persönliche Gespräche das Wochenende. Zwischen den Arbeitsphasen entstanden Begegnungen, die für viele ebenso wichtig waren wie die inhaltlichen Einheiten.

Zum Abschluss wurde spürbar, wie viel Vertrauen und Zuversicht in unserer Pfarre vorhanden sind. Einige Teilnehmer/innen äußerten, dass diese Klausur zu den gelungensten gehörte, die unsere Pfarre bisher erlebt hat.

„Mit Dankbarkeit zurückschauen und mutig weitergehen“

Vielleicht lässt sich die Stimmung dieser Tage am besten so zusammenfassen:

Wer zurückschaut, entdeckt viel Gewachsenes. Wer hinschaut, erkennt die vielen Menschen, die dazu beigetragen haben. Und wer vorausblickt, sieht gute Gründe, den Weg unserer Pfarre mit Freude, Kreativität und Zuversicht weiterzugehen.
Danke & Vergelt’s Gott an alle, die hier kräftig dazu mit-/beitragen!

Fotos: Christoph Bauer & Richard Schmalek & Maria Glowka

Gemeinsam anpacken: Le+O – Aktion

Le+O-Aktion bringt tausende Kilo Lebensmittel

Mehr als 3,5 Tonnen Lebensmittel für wirtschaftlich Arme gesammelt, über 50 Engagierte am Sa, 3. 10. 2026 im Einsatz

Mehr als 50 Freiwillige, unzählige gute Begegnungen und 3.529 Kilogramm haltbare Lebensmittel: Die diesjährige Le+O-Sammelaktion der Pfarre zur Frohen Botschaft setzte am Samstag ein starkes Zeichen für Menschen, die Unterstützung brauchen.

In mehreren Supermärkten auf Wieden und in Margareten wurden Kundinnen und Kunden eingeladen, beim Einkauf auch an jene zu denken, für die das tägliche Essen nicht selbstverständlich ist. Die Resonanz war beeindruckend: Kiste um Kiste füllte sich mit Lebensmitteln für die Le+O-Ausgabestellen der Caritas.

Für Gesamtorganisator Martin Roland war dabei nicht die Zahl allein entscheidend, sondern die Stimmung des Tages: „Die Le+O-Aktion macht Helfen leicht. Toll, dass ich am Samstag so viel Gutes erleben konnte: ein schüchternes Lächeln, tatkräftiges Mittun und oft überwältigende Großzügigkeit. So macht Helfen Spaß; danke lieber Gott!“

Von der freundlichen Ansprache am Eingang bis zum Sortieren und Verladen der Spenden arbeiteten über 50 Menschen zusammen. Viele von ihnen investierten einen ganzen Samstag, damit andere Menschen ein wenig entlastet werden können.

Auch Pfarrer Gerald Gump zeigte sich beeindruckt vom Engagement: „Großartig, wie viele hier mitgewirkt haben. Da wird der Name unserer Pfarre konkrete Wirklichkeit!“

Die Aktion machte einmal mehr sichtbar, was möglich wird, wenn viele Menschen kleine Beiträge leisten: Aus vielen Einzelspenden wurden innerhalb weniger Stunden mehr als dreieinhalb Tonnen Lebensmittel. Ein starkes Zeichen der Solidarität mitten in Wien.

Fotos: Ute Schellner & Regina Tischberger

Ein Pfarr-Fest voller Leben, Freude und Zukunft

„10 Jahre Pfarre zur Frohen Botschaft“

Gemeinsames Fest der Pfarrgemeinden St. Elisabeth, St. Florian, St. Thekla und Wieden-Paulaner sowie der Lateinamerikanischen Gemeinde
mit Eröffnung der „Lichtinsel St. Elisabeth“: So, 27. 9. 2026

Mit einer festlichen Messe, einem bunten Stationsbetrieb rund um die Kirche und einem fröhlichen Weiterfeiern am St.-Elisabeth-Platz beging die Pfarre zur Frohen Botschaft am So, 27. 9. 2026 ihr 10jähriges Bestands-Jubiläum. Ausgangspunkt des Festes war die Pfarrvision: „Jesu FROHE BOTSCHAFT heute LEBEN“.

Schon die Festmesse zeigte eindrucksvoll, wie lebendig unsere Pfarre ist. Die Kinderkirche war übervoll: Kleine und große Mitfeiernde erlebten dort auf ihre eigene Weise Gottesdienst.

In der Kirche selbst sorgten mitreißende Musik, eine spürbar fröhliche Stimmung und eine große Zahl Mitfeiernder für einen festlichen Rahmen.

Als Predigt beleuchteten vier Personen die gemeinsame Pfarrvision aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig und konkret die sieben Programmpunkte der Vision im Alltag unserer Pfarrgemeinden gelebt werden und das gemeinsame Handeln prägt. Die Messkollekte kam wie gewohnt den Partner/innen im indischen Vanakkam-Schul-Projekt zugute.

Für einen überraschenden Moment sorgte während der Verlautbarungen ein „plötzlicher Stromausfall“. Schnell wurde klar: Das war kein technisches Problem, sondern bewusst inszeniert. Für einige Augenblicke konnten die Gottesdienst-Mitfeiernden nachempfinden, was ein Blackout bedeuten könnte: kein Licht, keine Technik, keine Selbstverständlichkeiten des modernen Alltags. Direkt nach der Messe wurde vor der Kirche die neue „Lichtinsel St. Elisabeth“ eröffnet. Das Projekt soll im Fall eines großflächigen Stromausfalls als Anlaufstelle für Menschen in der Umgebung dienen. Die Grundidee dahinter ist einfach: Wenn plötzlich alles dunkel wird und Kommunikation, Infrastruktur und gewohnte Abläufe nicht mehr funktionieren, bietet die Lichtinsel Orientierung, Information, menschliche Begleitung und praktische Hilfe. Im Pfarrsaal St. Elisabeth stehen dafür Notstromversorgung, Funkverbindung zu Einsatzorganisationen, Informationen sowie Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bereit. Die Lichtinsel ist Teil des Programmpunktes „Verantwortung für Schöpfung und Gesellschaft übernehmen“ und wurde auch in der Festschrift als eines der neu entstandenen Projekte der vergangenen zehn Jahre vorgestellt.

Anschließend verlagerte sich das Festgeschehen rund um die Kirche. An sieben Stationen konnten Besucherinnen und Besucher die sieben Programmpunkte der Pfarrvision erleben und kennenlernen. Zahlreiche pfarrliche Initiativen präsentierten ihre Arbeit, luden zum Mitmachen ein und zeigten, wie die Vision im Alltag konkret Gestalt gewinnt.

Nach einem gemeinsamen Segenslied am St.-Elisabeth-Platz ging das Feiern nahtlos weiter: Ein reichhaltiges Mittagsbuffet, Kaffee und Kuchen, Begegnungen über Gemeinde- und Generationengrenzen hinweg sowie frisch zubereitetes Eis für die Kinder sorgten für viele genussvolle Stunden. Bis in den Nachmittag hinein, teils über die Kirchturmführung um 14:30 Uhr hinaus, waren Gäste im Gespräch und beim gemütlichen Beisammensein anzutreffen.

Pfarrer Gerald Gump zog eine sehr positive Bilanz: „Gemeinsam war heute wieder echt die bunte Lebendigkeit und Vielfalt unserer Pfarre spürbar. Spannend, was sich einerseits in zehn Jahren des gemeinsamen Weges entwickelt hat, andererseits in der Vorzeit schon lange grundgelegt und weitergeführt wurde – teils mit Wurzeln, die Jahrhunderte kirchlichen Lebens zurückreichen. All das geschieht zum Wohle der Menschen vor Ort. Für sie bringen wir uns ein.“

Die Pfarre zur Frohen Botschaft wurde mit 1. Jänner 2017 gegründet und versteht sich als „gemeinsame Pfarre in mehreren Pfarrgemeinden“. Ihr Leben entfaltet sich vor allem in den Pfarrgemeinden St. Elisabeth, St. Florian, St. Thekla und Wieden-Paulaner. Die Jubiläumsfeier machte sichtbar, wie viel in diesen zehn Jahren gewachsen ist und wie lebendig das gemeinsame Unterwegssein ist. Die Feier war damit nicht nur ein dankbarer Rückblick auf zehn Jahre gemeinsamer Pfarre, sondern zugleich ein ermutigender Ausblick auf die Zukunft: Jesu FROHE BOTSCHAFT heute LEBEN.

Zum Jubiläum wurde eine Festschrift erstellt, die die Entstehungsgeschichte der Pfarre, ihre Pfarrvision sowie zahlreiche Projekte und Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre dokumentiert. Sie bietet einen Rückblick auf den gemeinsamen Weg seit der Gründung der Pfarre und zeigt, wie vielfältig die Frohe Botschaft Jesu heute gelebt wird. Festschrift online HIER .

Fotos: Ute Schellner