3. Sonne beginnt zu scheinen

Die 3. Sonne in der Paulanerkirche beginnt zu scheinen

Schon seit Pfingsten und noch bis Ende November steht unsere Mauer der Hoffnung am Schwarzenbergplatz, Nähe Hochstrahlbrunnen.

Mit dem Thema: „Every Storm runs out of rain“ wurde und wird eingeladen auf Zetteln Lichtblicke im Leben zu teilen und so Hoffnung zu geben und zu empfangen.

Die Zettel wurden in Form von aufgehenden Sonnen in den Kirchen St. Elisabeth und St. Florian veröffentlicht.

Ein 3. Sonne geht nun seit Sa, 28. 10. 2023 in der Paulanerkirche auf; einfach vorbeischauen und sich inspirieren lassen!

Übrigens wird die Mauer der Hoffnung ab Advent wieder vor der Kirche St. Florian stehen mit einem neuen Thema, das sich um die Einsamkeit drehen wird.

Infos bei PAss Christian (Christian.Kneisz@zurFrohenBotschaft.at; Tel: 01 / 505 50 60 / 73)

Nacht der 1000 Lichter am 31.10.2023

Am Dienstag, 31. 10. 2023 (Vorabend von Allerheiligen) von 21 bis 24 Uhr findet in der Kirche St. Florian (1050 Wien, Wiedner Hauptstraße 97) die Nacht der 1.000 Lichter statt. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich durch die vielfältigen Lichter inspirieren…
„STUMME HELDINNEN – wenn Beziehungen tödlich enden“: Wir werden mit einer Lichtinstallation das Thema FEMIZIDE ins Zentrum des Geschehens rücken und der verstorbenen Heldinnen gedenken! Mehr und wo das noch stattfindet: HIER

FroBo im Fokus 2023/10

FroBo im Fokus Oktober 2023

Nacht der 1000 Lichter am Di 31.10.2023 in St. Florian

Vortrag und Krisengespräch mit „Last Generation“
am Fr 24.11.2023 in St.Thekla

Lust auf „Singkreis“?

Mauer der Hoffnung übersiedelt

Wasser- und Energiespartipps am Di 14.11. und 12.12.2023 am Schwarzenbergplatz

Wanderung zu „Laudato Si'“ am Sa 18.11. und 2.12.2023

Pfarrklausur 13. – 15. 10. 2023

Eine Klausur ohne (klare) Ergebnisse – und das gewollt…

Die „Pfarre zur Frohen Botschaft im Jahre 2038“ – das war das Leitthema, als sich Mitte Oktober etwa 50 Mitglieder der pfarrlichen Leitungs-Teams (Pfarrgemeinderat, 4 Gemeindeausschüsse, Vermögens-Verwaltungs-Rat, Pastoral-Team) auf Arbeitsklausur nach Horn begaben. „Wie könnte sich 2038 Kirche vor Ort entwickeln, dass sie gottvoll uns heilsam ist – und was können wir jetzt dafür tun, dass es eine heilvolle Entwicklung für die Menschen wird?!“ – so eine der Leitfragen. „Dabei war es unser Ziel, dass nicht jeder wieder mit einem Bündel an Aufgaben und Aufträgen zurück kommt“, erzählt Pfarrer Gerald: „Wir sind eh schon alle heftig dabei! Vielmehr galt es eine Ahnung zu entwickeln, wie wir gut im Geiste Gottes gemeinsam in die Zukunft gehen können!“

30 Projekte vorgestellt oder abgeschlossen

Der Auftakt am Freitag Abend war nach Einstimmung und Gebet ein Rückblick: Vor einem Jahr wurden vielfältige Projekte  und Initiativen gestartet – was ist aus ihnen geworden?! Die Teilnehmer/innen brachten ein Resümee aus über 30 Projekten mit je einem Plakat zur Sprache: Vieles ist davon geglückt, anderes ist auch noch offen geblieben oder gescheitert. „Gut so“, wie Pfarrer Gerald am Sonntag in seiner Predigt ausführte; „Wir wollen nicht der Diktatur der Perfektion verfallen: Vieles glückt, aber zur Entwicklung gehört auch Scheitern und Neuanfang!“

Kreative Zukunftsvisionen

Am Samstag entwickelten die Teilnehmenden auf vielfältige Weise Zukunftsvisionen – mit sehr kreativen Methoden wurde daran gearbeitet und erst recht darüber wieder gesprochen. Aufgrund der aktuellen Situation bildete sich ergänzend eine Gruppe, wie angesichts der derzeitigen, gerade junge Leute besonders belastender Krisen (Kriege, Umweltsituation usw.) aus der Reich-Gottes-Idee neue Kraftlinien stark werden können.

„Ohne konkrete Initiativen zu definieren gab es vergleichbare Linien, die in den Zukunftsvisionen spürbar wurden“, erzählt Pfarrer Gerald. „ES läuft in ähnliche Richtungen: Offenheit und Willkommenskultur, lernen über das eigene Glauben zu reden, gesunde Vernetzungen, vertiefter Umgang mit der Bibel, kraftvolle aufbauende Liturgie, sensibles und sorgsames Hinschauen und Hinhorchen auf die Stillen, caritative Ausrichtung – für Welt und Menschen da sein –, eben ‚lebendige Eucharistie‘ sein, wie es eine Teilnehmerin formulierte!“ … alles Worte, die sich für die Teilnehmer/innen mit Kraft und Leben gefüllt haben: „So wird es im Geist Gottes weitergehen“; Grundlinien, die sich allesamt in unserer Pfarrvision „Jesus FROHE BOTSCHAFT heute LEBEN“ mit ihren 7 Programmpunkten wiederfinden.

Spannend war auch der Blick auf die „nichtgesagten“ Themen – was nehmen wir oft unausgesprochen mit: Wo gibt es Leistungsdruck, überschnelle Einordnung oder (vielleicht sogar verletzende) Be-Urteilung, wo braucht es mehr kritisches Hinterfragen von Autoritäten, wie kommen die „Stillen“ zu ihren Rechten (Fragen, denen wir im laufenden Projekt „Sorgsamer Umgang miteinander“ sowieso gerade intensiv nachgehen).

Ein vergnüglicher Abend mit Laudato-Si-Spaziergang, Löt-Kurs, Karaoke-Singen oder anderen Gemütlich-Aktivitäten rundete den Programmteil ab.

Beschlüsse und Ausblick:

In der „Vollversammlung“ (alle Mandatar/innen/e – das „oberste Gremium“ unserer Pfarre) am Sonntag wurden dann einzelne Dinge „auf den Boden gebracht“. Es gab einen gemeinsamen Blick auf und Arbeit an der Finanz-Situation der Pfarre. Die im FroBo live (22. 10. 2023) genannten personellen Neuentwicklungen (Pfarrbüro, Aushilfskaplan) wurden zuerst dort verkündet und besprochen.

Beschlüsse waren, den seit 5 Jahren eingeschlagenen „EMAS“-Weg auf weitere 5 Jahre weiterzugehen, es wurden Arbeitsgruppen zum Thema „Pfarrliche Fest“ und „Lange Nacht der Kirchen“, sowie die „Fastenzeit-Impuls-Abende“ gebildet, allfällige Einzelpunkte besprochen.

Schon traditionell am Sonntag: Das Live-Gespräch mit unseren Partner/inne/n im indischen Vanakkam-Projekt – die berührende Ansprache von P. Leonard lässt sieh HIER nachlesen. In der Sonntags-Fest-Messe wurde anhand der Sonntags-Bibelstellen (28. Sonntag im Jahreskreis) den eigenen Hemmnissen nachgegangen, vertrauensvoll die Wege Gottes mitzugehen („noch“, „aber“, „WIR!“); mit dem Mittagessen gingen 3 spannende, kreative Tage zu Ende!

„Es ist nicht so leicht, ohne Liste von Ergebnissen wieder im Alltag zu landen!“, wie Pfarrer Gerald ausführte. „Aber: Ich glaube, wir sind ein gutes Stück weitergekommen, gemeinsam – wie es in unserer Pfarrvision heißt – Jesu FROHE BOTSCHAFT heute zu LEBEN!“

Als kleines Schlaglicht: Botschaften und Zukunftslinien, kleine „Strahlen“, die zum Abschluss der thematischen Arbeit formuliert und zu einer dynamischen Spirale des Lebens zusammengefügt wurden:

Offen bleiben

Es wird uns in 15 Jahren noch geben

Wir werden zusammenwachsen und nach außen strahlen.

Zeichen der Hoffnung

Nachhaltigkeit

Wertschätzender Umgang

Offenheit

Christinnen und Christen „entwickeln“

Courage

Vernetzung mit allen Menschen guten Willens

Tief ausstrahlende Liturgie

Lebendige Gemeinschaft – offen für alle, die suchen

Not erkennen und stützend helfen

Auskunftsfähig

Diversität: raus der Komfortzone / Homogenität

Wie gehen wir mit unserem Ehrenamt um?

Fröhlichkeit ausstrahlen – Spaß haben

Vorleben und übergeben

Achtsam sein für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, sie wahrnehmen und unterstützen

Glaubwürdig sein – authentisch sein

Glaub-würdig

WoGos, … verstärken; Laiendienste

Anlaufstelle für die Nöte der Menschen im Heute

Authentisch Träger:in der Hoffnung sein

Plattform für gute Menschen – Gutmenschen willkommen

Fokus auf Menschen und nicht auf Orte

Achtsamkeit und Wertschätzung

Mut zum Abschied von der „klassischen Pfarre“

Lebendige Eucharistie sein

Fels in der Brandung

Kirche als spiritueller Raum zum Durchatmen

Fokussierung

Feste gemeinsam fröhlich feiern

Zuversicht und Vertrauen

Achtsam bleiben auf die Leisen unter uns

Authentisch den Glauben leben

Seid zuversichtlich!

Sich stets den Mitmenschen zuwenden

Beharrlich im Gebet

Wir strahlen Frieden aus.

Zurücklegen dürfen – Platz machen dürfen für Neues

Gestaltetes loslassen

… diese Strahlen eröffnen einen spirituellen Raum.

Fotos: Albert Reiner, Christoph Bauer, Franz Josef Maringer und Peter Tschulik

Pfarrfest zu 60 Jahre Florianikirche

Buntes Pfarrfest der Pfarre zur Frohen Botschaft in St. Florian am So, 8. 10. 2023 mit großer Beteiligung;

Pfarrer Gerald: „Buntes Fest als Grundlage, Zukunft zu gestalten…!“

Zum 60. Geburtstag der St.-Florian-Kirche wurde das heurige Pfarrfest der Pfarre zur Frohen Botschaft am So, 8. 10. 2023 in eben diese Kirche gelegt: Ein vielsprachiges, buntes Feiern mit Einbindung des indischen Partnerschafts-Projektes „Vanakkam“ war ein würdiger Rahmen.

Die Kirche war toll gefüllt, als das Fest mit einer bunten Messe eröffnet wurde. Alle 4 Pfarrgemeinden (St. Elisabeth, St. Florian, St. Thekla und Wieden-Paulaner) der Pfarre waren kräftig vertreten, ebenso die Lateinamerikanische Gemeinde Wiens, die lange schon ebenso in dieser Kirche zu Hause ist. Eingangs wurde Sr. Priya, Stv. Schulleiterin im indischen Vanakkam-Projekt begrüßt, die für 1 Woche zu Besuch ist. Der Gottesdienst war (geprägt durch die Lateinamerikanische Gemeinde) mit spanischen Elementen gestaltet, aber auch Französisch, Serbisch und Englisch klangen an. Die Fest-Predigt (Deutscher Wortlaut HIER) hielt Father Leonard, der Leiter des indischen Vanakkam-Projektes – per Internet übertragen: „Nehmen wir unsere Chancen wahr – bringen wir Früchte!“ – so P. Leonard das Sonntagsevangelium charmant auslegend; Leitlinie: Kirche – Weinberg Gottes!

Das war auch Anlass, persönlich nachzudenken und in kleinen Gruppen nach der Predigt zu besprechen, wo wir selbst Früchte für die Welt bringen können: „Es soll auch die nächsten Jahre unsere Umgebung etwas davon haben, dass es uns als christliche Pfarre hier gibt!“, wie Pfarrer Gerald betonte. Früchte wurden auch zu Papier und bei der Gabenbereitung zum Altar, – Brot (Hostien aus Indien) und Wein wurde durch Rauchfangkehrer zum Altar gebracht: Die Vorgängerkirche, die bis 1965 mitten auf der Wiedner Hauptstraße stand, war damals im Volksmund die „Rauchfangkehrerkirche“; diese waren daher samt Fahne mit einer schönen Abordnung vertreten. Die Kollekte dient der Unterstützung einer Armenausspeisung in Indien – die Papier-Früchte wurden durch die Kinder zu großen Wein-Trauben zusammen geklebt, die am Schluss des Gottesdienstes im Kirchenraum aufgezogen wurden.

Nach dem Festgottesdienst ging es am Kirchenplatz, sowie im Florianisaal und in der Kirche weiter: Spanferkel, Vegetarisches durch den Verein Mut, Kinderhüpfburg und Schätzspiel, Feuerwehr-Ziel-Spritzen und Warenverkauf (Vanakkam-Stand, Honig aus St. Florian, …), Kinder- & Erwachsenen-Kirchenführungen, Foto-Dokumentation durch die letzten 60 Jahre, wie auch eine Extraführung durch das Rauchfangkehrermuseum (Bezirksmuseum: Die alte „Rauchfangkehrerkirche“) und vieles andere mehr!

Selbst die mittags einbrechende Kälte, sowie der später einsetzende Regen konnte die Festfreude nicht trüben…: Ein gute Basis, die nächsten 60 Jahre Kirche vor Ort für die Menschen zu gestalten…

„Es haben wahnsinnig viele Menschen zusammen geholfen und es hat einfach gut funktioniert“, erzählt die St.-Florianer Gemeindeausschuss-Leiterin Nadja Henrich begeistert. „Einige Gäste haben sich nach dem Fest begeistert bedankt – es ist einfach schön, wie fluffig Teamarbeit bei uns läuft: Ein herzliches Danke an jede helfende Hand – es ist wunderschön, mit Euch zusammen zu arbeiten!“

Danke auch für die Spenden (Bestätigung HIER): Wir konnten über € 2.000,- an unser indisches Vanakkam-Projekt zur Aktion „Festtage für die Ärmsten“ weitergeben. Mit diesem Betrag können ca. 120 wirtschaftlich Bedürftigen mit einem Lebensmittelpaket (25 kg Reis, 6 kg Hülsenfrüchte, Öl) als konkrete Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags beschenkt werden!

Fotos: Ute Schellner & Peter Tschulik